NERVENSACHE
Das eigene Nervensystem verstehen und regulieren lernen
Warum reagiere ich manchmal so stark – obwohl eigentlich gar nichts passiert ist?
Warum werde ich plötzlich unruhig, angespannt oder gereizt? Und warum gibt es andere Momente, in denen ich mich müde, erschöpft oder wie abgeschnitten fühle?
Viele unserer Reaktionen entstehen, bevor wir bewusst darüber nachdenken können.
In diesem Workshop nehmen wir dein autonomes Nervensystem genauer unter die Lupe. Auf Grundlage der Polyvagaltheorie lernst du zu verstehen, wie dein Nervensystem auf Sicherheit, Belastung und Überforderung reagiert – und woran du deine eigenen Zustände erkennen kannst.
Dabei geht es nicht darum, bestimmte Reaktionen „wegzumachen“ oder ständig entspannt zu sein. Es geht darum, dich selbst besser zu verstehen und mehr Beweglichkeit und Wahlmöglichkeiten im Umgang mit deinen Reaktionen zu entwickeln.
Wo bin ich gerade?
Eine zentrale Frage des Workshops lautet:
Wo bin ich gerade – in meinem Nervensystem?
Wir betrachten drei unterschiedliche Zustände des autonomen Nervensystems:
„Ich kann.“
Du fühlst dich ausreichend sicher, kannst denken, fühlen, entscheiden und mit anderen Menschen in Verbindung sein.
„Ich muss.“
Dein System stellt Energie bereit. Vielleicht wirst du unruhiger, angespannter, schneller oder hast das Bedürfnis, etwas sofort lösen zu müssen.
„Ich kann nicht mehr.“
Die Energie sinkt. Müdigkeit, Rückzug, Schwere oder das Gefühl, innerlich weit weg zu sein, können entstehen.
Keiner dieser Zustände ist grundsätzlich falsch. Sie erfüllen unterschiedliche Funktionen. Entscheidend ist, die eigenen Signale zunehmend wahrnehmen und einordnen zu können.
Was du im Workshop lernst
Du erfährst, wie dein Nervensystem Situationen unbewusst auf Sicherheit oder mögliche Gefahr überprüft und warum dein Körper manchmal bereits reagiert, bevor dein Kopf überhaupt verstanden hat, was los ist.
Gemeinsam schauen wir darauf, wie sich unterschiedliche Nervensystemzustände in Körper, Gefühlen, Gedanken und Verhalten zeigen können.
Du lernst außerdem, deine persönlichen Muster genauer wahrzunehmen:
- Woran erkenne ich, dass es mir gut geht und ich mich handlungsfähig fühle?
- Woran merke ich, dass mein System zunehmend in Alarmbereitschaft gerät?
- Welche Zeichen zeigen mir, dass mir gerade alles zu viel wird?
- Was unterstützt mein Nervensystem?
- Welche Ressourcen helfen mir dabei, wieder mehr Sicherheit und Verbindung zu erleben?
Deine persönliche Nervensystem-Landkarte
Ein wichtiger Bestandteil des Workshops ist der Transfer in deinen eigenen Alltag.
Du entwickelst eine erste persönliche Nervensystem-Landkarte und lernst, deine körperlichen Signale, Gefühle, Gedanken und Verhaltensweisen bewusster zu beobachten.
Ein einfacher täglicher Check-in kann dir anschließend dabei helfen, Muster zu erkennen:
Was fordert mich heraus? Was tut mir gut? Was unterstützt mein Nervensystem?
Ergänzt wird der Workshop durch eine kurze Übung zur Körperwahrnehmung.
Regulation bedeutet nicht, immer ruhig zu sein
Ein reguliertes Nervensystem ist nicht dauerhaft entspannt.
Wir brauchen Aktivierung, um zu handeln, Herausforderungen zu bewältigen und Grenzen zu setzen. Und wir brauchen Phasen, in denen unsere Energie wieder sinken darf.
Regulation bedeutet deshalb nicht Perfektion.
Regulation bedeutet Beweglichkeit.
Es geht darum, den eigenen Zustand wahrzunehmen, ihn besser zu verstehen und zunehmend herauszufinden:
Was brauche ich gerade?
Für wen ist der Workshop geeignet?
Der Workshop richtet sich an Menschen, die ihre eigenen Reaktionen besser verstehen möchten und einen verständlichen Einstieg in die Zusammenhänge zwischen Nervensystem, Körper, Gefühlen, Gedanken und Verhalten suchen.
Du brauchst keine Vorkenntnisse.
Workshop-Format
Dauer: ca. 90 Minuten
Ort: online
Format: Psychoedukation, praktische Selbstreflexion und Raum für Fragen
Preis: 130 € pro Person
Anmeldung: Termine auf Anfrage per Email: praxis@weitergehen.online
Der Workshop vermittelt Wissen, das du direkt mit deinen eigenen Erfahrungen verbinden kannst. Ziel ist nicht, dich in eine Schublade einzuordnen, sondern deine Wahrnehmung für dich selbst zu erweitern.
Beobachten statt bewerten.
Denn wenn du erkennst, was gerade in dir passiert, entstehen neue Wahlmöglichkeiten.
